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Ortsgeschichte

Lübzer Wappen

Lübz
Mecklenburg


Ortsgeschichte

Die Ortsgeschichte von Lübz

Es wird vermutet, daß der Name "Lübz" vom slawischen Namen "Lubec" abgeleitet wird (Ort des Lubec). Im Laufe der Zeit erscheint der Name in verschiedenen Variationen: Loubze, Lubize, Lubcze, Lubetz, Lubitze, Luptze (nach Schlie).
Lübz blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Die Eldenburg verschaffte dem Ort frühzeitig Bedeutung. 1308 werden Lübz und die Eldenburg erstmalig erwähnt. Wie viele andere Orte leidet Lübz im 30jährigen Krieg - die Bevölkerungszahl reduziert sich weit unter das Vorkriegsniveau. Es dauert lange bis die Zerstörungen überwunden werden. Ein Krieg folgt dem anderen, Mecklenburg ist fast immer nur leidtragender Dritter. Lübz ist in dieser Zeit eine typische Ackerbürgerstadt mit einigen Handwerkern. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt ein wirtschaftlich-industrieller Aufschwung. Brauerei, Zuckerfabrik und Molkerei werden gebaut. Lübz entwickelt sich von der Ackerbürgerstadt zu einem Gewerbe- und Industriestandort.
In der folgenden Aufstellung werden Fakten der Lübzer Geschichte chronologisch geordnet (eingerückt dargestellt) und zusammen mit Ereignissen der Mecklenburger Geschichte aufgeführt. Ein Quellenverzeichnis befindet sich am Ende der Zeittafel.

Steinzeit
Etliche Funde aus Ur- und Frühgeschichte bezeugen die Besiedlung des Gebietes des heutigen Mecklenburgs.

Funde belegen das Vorhandensein der ersten Menschen vor ca. 16000 Jahren, eine Besiedlung könnte vor ca. 10000 Jahren begonnen haben (Jäger und Sammler). Um 3000 v. u. Z. wurden unsere Vorfahren seßhaft, sie begannen mit der Bearbeitung des Bodens und dem Halten von Tieren.

Bronzezeit
Die Periode von 2000 v. u. Z. bis 600 v. u. Z. wird als Bronzezeit bezeichnet

Funde von Werkzeugen, Waffen und Schmuck belegen den Entwicklungsstand unserer Vorfahren. Ebenfalls aus dieser Zeit sind zahlreiche Hügelgräber erhalten.

Eisenzeit
Von 600 v. u. Z. bis 600 u. Z. lebten in unserem Gebiet vermutlich die Warnen (germanischer Stamm).

Diese Periode ist durch Verwendung von Eisen anstelle der Bronze gekennzeichnet. Weitere germanische Stämme auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburgs waren die Langobarden und die Semnonen. Am Ende des 4. Jahrhunderts setzte die große germanische Völkerwanderung nach Südwesten ein.

Slawenzeit
Im 7. Jahrhundert wird das von den Germanen verlassene Land durch die Slawen besiedelt. Die Slawenzeit reicht bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts

Das Gebiet des heutigen Mecklenburg wird von den Stämmen der Obotriten und der Wilzen (später Lutizen genannt) besiedelt. Teilstämme der Obotriten besiedeln dabei:

  • Obotriten (im engeren Sinne) zwischen Wismarer Bucht und Südende des Schweriner Sees
  • Rereger um Wismar und Schwerin
  • Warnower an der oberen Warnow und an der Mildenitz
  • Polaben an der Elbe um Lauenburg, Boizenburg und Ratzeburg

Die Teilstämme der Wilzen (Kessiner, Zirzipaner, Tollenser, Redarier) siedeln weiter östlich im Gebiet zwischen Warnow und Oder.

995
Erste urkundliche Erwähnung der "Michelenburg" in einer Urkunde König Otto III.

Zeitweise gerieten die Slawen unter Karl dem Großen, Heinrich I. und Otto dem Großen in Abhängigkeit vom fränkischen und Römisch - Deutschen Reich.

1160
Eroberung des Obotritenlandes durch Heinrich den Löwen, Herzog von Sachsen und Bayern

1160 rückt Heinrich der Löwe mit einem Heer in Mecklenburg ein; Der Obotritenfürst Niklot fand dabei 1160 den Tod. Sein Sohn Pribislaw erhielt 1167 Mecklenburg als sächsisches Lehen; Schwerin wurde 1160 als erste Stadt in Mecklenburg gegründet. Niklot wurde Stammvater der mecklenburgischen Fürsten, die später von Karl IV. zu reichsunmittelbaren Herzögen erhoben wurden (sie regierten in Mecklenburg bis 1918). Es begann die dauerhafte Eingliederung Mecklenburgs in das Römisch - Deutsche Reich (mit Ausnahme der Zeit dänischer Besetzung von 1180 - 1227).
Bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts erfolgt die deutsche Besiedlung Mecklenburgs, vor allem durch Siedler aus Holstein, Niedersachsen und Westfalen. Die Bauern erhielten steuerfreie Lehnshufen als Lehnsgut. Die deutschen Städtegründungen erfolgten überwiegend im 13. Jahrhundert vor allem durch die Territorialherren.

1229
Erste mecklenburgische Hauptlandesteilung

Für die vier Enkel von Heinrich Borwin I. (Sohn von Pribislaw, Enkel von Niklot) wird Mecklenburg in die Herrschaften Mecklenburg, Rostock (Linie erlischt 1314), Werle (erlischt 1436), und Parchim-Richenberg (bis 1256) geteilt. Neben den Herrschaften bestanden noch die Grafschaften Ratzeburg, Schwerin und Dannenberg, sowie die Bistümer Ratzeburg und Schwerin.
Um diese Zeit wird in Mecklenburg auch noch Slawisch gesprochen. Es bilden sich die Familiennamen, die sich um 1300 festigen. Gut 200 Jahre später ist die slawische Sprache kaum noch anzutreffen.

1229 Ture gelangt in den Besitz von Pribislav I. von Parchim-Richenberg.

Um 1270 Ture gelangt in den Besitz von Nicolaus I. der Herrschaft Werle (bis 1308).

1274 In einer Urkunde vom Kloster Stepenitz wird ein Dorf Louize / Loubze in dieser Region erwähnt. Es handelt sich aber höchstwahrscheinlich nicht um Lübz.

Anfang 14. Jahrhundert erwirbt die Herrschaft Mecklenburg die Länder Stargard und Rostock

1306 - 1308 In einem Kriege zwischen dem Haus Werle und den Markgrafen von Brandenburg fielen die Markgrafen in das werlesche Land durch die (werlesche) Ture ein. Hier erbauten die Markgrafen Otto IV. und sein Sohn Hermann beim Dorf Lübz zur militärischen Sicherung der Region die Eldenburg. In der lübischen Detmar-Chronik heißt es zum Jahre 1308: "Des sulven jares weren de marcgreven wol mit ver dusent groten rossen unde mit vele anderen volke in deme lande to wenden unde bueden dat vaste hus de eldeneborch, dat oc lubyze is gheheten ...".

1310 Parchim liegt im Streit mit der brandenburgischen Besatzung der Eldenburg.

1313 Die Eldenburg wird vom brandenburgischen Hauptmann und Ritter Johann von Kröcher verwaltet.

1316 Heinrich der Löwe weilt auf der Eldenburg.

1317 Im Frieden von Templin trat Heinrich der Löwe die Eldenburg wieder an die brandenburgischen Markgrafen ab, behielt sie jedoch zur Bürgschaft des Friedens als Pfand.

1319 Die Eldenburg kommt endgültig zur Herrschaft Mecklenburg.

1324 Heinrich II., der Löwe, Fürst von Mecklenburg, verpfändet dem Ritter Johann von Plessen und seinem Bruder Helmhold die Eldenburg mit dem Dorfe und dem Vorwerke Lübz, seinen Anteil am Land Ture und weiteren 14 Dörfern des Landes Sternberg (Rückkauf 1456).
Das Mecklenburgische Urkundenbuch zitiert eine Urkunde vom 11. November 1324 und verweist auf den Pfandbrief vom 7. August 1328, sodaß in verschiedenen Quellen beide Jahreszahlen für die Verpfändung genannt werden.
Wortlaut 1324: "hus und slot Luptze, anders genomet de Eldeneborch" und der Wortlaut 1328: "hus to der Eldeneborch mit deme dorpe unde vorwerke to Lubitze mit unseme dele der Thure".

1348
wurde Mecklenburg aus der sächsischen Abhängigkeit gelöst und ein erbliches, unmittelbares Reichslehen.

Zugleich wurde den mecklenburgischen Landesherren, zu dieser Zeit Albrecht II. und Johann I., die Herzogswürde verliehen und sie wurden zu Reichsfürsten erhoben.

1348 Kaiser und Reich bestätigen auf dem Reichstag in Prag den Herzögen von Mecklenburg den Besitz der Eldenburg mit dem Land Ture.

1352 Bei der Teilung Mecklenburgs zwischen den Söhnen des Fürsten Heinrich des Löwen, den Herzögen Albrecht II. und Johann I., fällt Eldenburg mit Lübz und der Ture und das Land Sternberg an Mecklenburg-Stargard (bis 1471).

1436 fällt das Fürstentum Werle an das Herzogtum Mecklenburg. Mecklenburg erlebt einen Aufschwung. Zu Ausgang des Mittelalters werden die Herzöge im 15. Jahrhundert mit kriegerischen Adligen, der späteren Ritterschaft, konfrontiert. Überfälle auf Kaufleute, Kämpfe der Adligen untereinander und soziale Unruhen in den Städten sind für diese Zeit typisch.

1456 Der Mecklenburger Herzog Heinrich IV. löste Burg und Dorf Lübz aus dem Pfandbesitz der Familie von Plessen wieder ein. Es wird vermutlich mit dem Umbau der Burg begonnen.

1456 Lübz erhielt vermutlich zwischen 1456 und 1508 das Stadtrecht.

1471 Am 13. Juli stirbt Ulrich II., Herzog von Mecklenburg-Stargard. Mit ihm erlischt das Haus Stargard und Lübz fällt damit an Mecklenburg-Schwerin.

1496
hat Mecklenburg ca 130.000 Einwohner (Kaiserbederegister)

Neben den Beichtkinderverzeichnissen und Kirchenvisitationsprotokollen zählen die Listen und Register über geleistete Steuerzahlungen zu den wichtigsten Quellen der mecklenburgischen Bevölkerungsgeschichte in Archiven der Landesebene. Als schriftliche Ergebnisse staatlicher Steuererhebung sind sie für Mecklenburg in seltener Dichte überliefert.
 
Die Quellen dokumentieren gleichmaßen Steuerzahlungen (Bede = Bitte), die regelmäßig zugunsten des Landes geleistet wurden (z.B. Register der Schloß- oder Schoßgelder bzw. der zunächst zweimal jährlich fälligen ordentlichen Bede), als auch solche Abgaben, die aus verschiedenen Anlässen für das Land (z. B. die gemeine Landbede, außerordentliche Kontributionen, Roßdienst-, Einspännigenregister, Steuern anläßlich fürstlicher Hochzeiten oder zu Ausstattungen landesherrlicher Töchter u.a.m.) oder im Auftrag des Reiches durch das Land eingezogen wurde (Königsbede, Kaiser-, Türken-, Kreissteuer oder -hilfe). Steuerpflichtig waren mitunter nur bestimmte Personengruppen. Die Auswertung dieser Quellen erfordert umfangreiche Detailkenntnisse über die wechselnden Modi der Steuererhebung, die über die Jahrhunderte teilweise starken Veränderungen unterlagen. Gleichwohl liefern die Steuerregister häufig sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Informationen von erstaunlicher Detailfreude. Das Landeshauptarchiv Schwerin (LHAS) verwahrt Steuerlisten und -register des 15. bis 19. Jahrhundert in einem Gesamtumfang von mehr als 60 laufenden Aktenmetern, wobei die Überlieferung naturgemäß nicht für jeden Ort gleichermaßen vollständig ist.

1506 Bestätigung der städtischen Privilegien durch den Landesherren, erstmals werden Bürgermeister und Rat genannt. Daraus folgt, daß das Dorf Lübz zwischen 1456 und 1506 zur Stadt ernannt wurde.

1508 In Schwerin, Lübz, Plau, Grevismühlen und Stargard existieren fürstliche Weinberge.

1509 Ein Amtmann wird in Lübz erwähnt.

1509 Bau eines Turmes auf der Burg durch Maurermeister Andreas Techel (Blauer Turm).

1511 Ein Vertrag über dem Bau eines weiteren Turmes auf der Burg Lübz durch Maurermeister Gerd Pantelitz wurde geschlossen (der tatsächliche Bau ist nicht gesichert).

1521 Der Herzogin Anna, geborene Markgräfin von Brandenburg, Gemahlin des Herzogs Albrecht des Schönen von Mecklenburg, werden die Städte und Ämter Crivitz und Lübz zum Leibgedinge (=Unterhalt auf Lebenszeit) verschrieben.

1523
Union der mecklenburgischen Landstände

1540 Die älteste überlieferte Ansicht von Lübz ("Luptze"), die Karte der Fahrenhorst, wird durch den Braunschweiger Maler Cyriacus Oswald angefertigt.

1540 Lübz brennt bis auf die Grundmauern ab.

1547 Herzog Albrechts VII., der Schöne, stirbt. Es regiert sein Sohn Johann Albrecht I. (anfangs mit seinem Onkel Heinrich V.).

1547 - 1637 Die umgebaute Eldenburg wird als herzoglicher Witwensitz nacheinander von drei Witwen genutzt: Anna (1547 - 1567), Anna Sopie (1576 - 1591), Sophie (1592 - 1634). Nach 1634 zerfiel das Schloß.

1547 Die katholische Herzogin Anna, Witwe Herzogs Albrecht des Schönen (Albrecht VII.), auf dem Schloß (bis 1567).

Im späten Mittelalter nahm der Einfluß der Herzöge auf die Kirche zu. In den größeren Städten des Landes wuchsen im 16. Jahrhundert die sozialen Spannungen. Die Unzufriedenheit in der Bevökerung führte die Reformation schnell zum Erfolg.
Nach dem Sieg der Reformation wurden die Kirchengüter größtenteils unter den mecklenburgischen Herzögen aufgeteilt. Um 1750 gab es in Mecklenburg keine katholische Kirche mehr.

1549
Auf dem mecklenburgischen Landtag in Sternberg wurde der evangelische Glauben für Mecklenburg verbindlich. Die Reformation Martin Luthers hatte sich durchgesetzt

Die Einheit von Mecklenburg konnte durch die für alle Landesteile gemeinsamen Landstände gewahrt werden. Diese schlossen sich 1523 zu einer landständischen Union zusammen. Zu den drei Ständen zählten die adligen Grundbesitzer, Vertreter der Städte und höhere Geistliche. Letztere jedoch nur bis 1552 - sie verschwanden infolge der Reformation. Es blieben Ritterschaft und Landschaft. Die Landstände hatten das Recht der Steuerbewilligung (seit 1549) und beteiligten sich an Gesetzgebung und Rechtsprechung. Die Stände waren regional in Kreise gegliedert: Mecklenburgischer (Parchim), Wendischer (Güstrow), Stargardischer (Neubrandenburg). Schwerin und Strelitz hatten mit dieser Kreiseinteilung nichts zu tun und waren zu dieser Zeit ganz gewöhnliche Landstädte ohne politische Sonderfunktion. Daß Schwerin zugleich Residenz war, spielte auf den Landtagen keine Rolle.

1558 Bau eines neben dem Amtshause stehenden Turmes durch Hans Parr (steht nicht mehr).

1559 Johann Albrecht I., Sohn der Herzogin Anna, verjagt in Abwesenheit seiner Mutter die katholischen Mönche und Pfaffen aus Lübz. Außer in den Ämtern Crivitz und Lübz, dem Leibgedinge der Herzogin, hatte sich die Reformation in Mecklenburg bereits 1552 durchgesetzt. 1560 wirkt Nikolaus Bergius als erster protestantischer Prediger in Lübz (bis 1569).

1562 Ein Turm der Eldenburg (der Pantelitzsche Turm?) wird abgerissen um die Steine für den Wiederaufbau des 1557 abgebrannten Güstrower Schlosses zu gewinnen.

1562 Herzogin Anna nimmt elf katholische Nonnen aus dem Kloster Dobbertin zeitweilig auf.

... Von der Herzogin-Mutter in Lübz wurden die Ausgewanderten mit höchster Begeisterung begrüßt. ... in Ekstase erklärte (die hohe Herrin), daß noch die späteren Geschlechter das Märtyrertum der armen Nonnen preisen würden. Einzelne (Nonnen) waren beim Auszuge aus Suckwitz schon recht niedergeschlagen gewesen, und ihre Freudigkeit hatte sich unter der Mühsal des Weges nicht wieder angefunden, aber jetzt flammten alle wieder auf. Ja, so war es recht, hier wurden sie verstanden, hier war der verwandte Geist, der die Erhabenheit ihrer Aufgabe begriff, und hier war auch Behaglichkeit genug, sich von den Leiden zu erholen. ... die Herzogin hatte sich an ihr eigenmächtiges, oft recht launisches Regiment gewöhnt und wich nicht davon (Quelle: Beyer).

1567 Herzogin Anna stirbt in Lübz.

1568 Großer Stadtbrand, bei dem auch die Kirche zerstört wird.

1568 - 1574 Die abgebrannte Kirche wird nun als Backsteinbau auf einem Feldsteinsockel wieder aufgebaut.

1572 In den Sternberger Reversalen wird der Ritterschaft die Verfügung über die Klöster Ribnitz, Dobbertin und Malchow zugesprochen. Zur Verwaltung des Grundbesitzes wurden die Klosterämter gebildet. Außerdem setzt der Adel durch, daß Pachtland von den Bauern zurückgefordert werden kann - es beginnt das sogenannte Bauernlegen. Freie Bauern wurden zu Knechten und Tagelöhnern. Ihre Rechte waren stark eingeschränkt. Ohne Erlaubnis durften sie nicht: das adlige Gut verlassen, einen Beruf frei wählen oder heiraten. Andererseits mußten die Gutsbesitzer bei Krankheit und im Alter Unterstützung gewähren.

1576 Johann Albrecht I. von Mecklenburg-Schwerin stirbt. Da sein Sohn Johann VII. noch unmündig ist, übernimmt sein Bruder, Ullrich III. von Mecklenburg-Güstrow, die Regentschaft in beiden Landesteilen bis 1585.

1576 Herzogin Anna Sophie, Witwe des Herzogs Johann Albrecht I., residiert in Lübz (bis 1591).

Um 1580 beginnt die Hexenverfolgung in Mecklenburg. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts werden Frauen als Hexen verbrannt.

1585 Johann VII. wird Herzog von Mecklenburg-Schwerin.

1592 Herzog Johann von Mecklenburg-Schwerin begeht im Alter von 34 Jahren Selbstmord. Herzog Ulrich III. von Mecklenburg-Güstrow regiert daraufhin wieder in beiden Landesteilen (bis 1603).

1592 Die verwitwete Herzogin Sophie, geborene Prinzessin von Holstein, Mutter der Herzöge Adolf Friedrich I. und Johann Albrecht II. bewohnt das Lübzer Schloß als dritte Herzogswitwe (bis 1634). Vom Lübzer Schloß wird ein Inventarverzeichnis angefertigt.

... verwitwete Herzogin Sophie ... war nach Lübz, welches ihr als Witwensitz verschrieben war, gezogen. Fand dort aber alles im kläglichen Zustande: es mangelten die Vorräte, alle Baulichkeiten waren sehr verfallen, Leinenzeug und Bettzeug alt und zerrissen ... Hier begann nun die junge Witwe (sie war damals erst 23 J. alt!) mit sehr geringen Mitteln für das ihr noch bevorstehende lange und freudlose Leben sich einzurichten (Quelle: Boll).

Um 1600 Die Kirche, das Schloß und ca. 150 Fachwerkhäuser findet man in der Ackerbürgerstadt Lübz.

1618 - 1648
Dreißigjähriger Krieg

Große Zerstörungen und hohe Menschenopfer in Mecklenburg

1620 König Gustav Adolf II. von Schweden weilt in Lübz.

1621
Zweite mecklenburgische Hauptlandesteilung

Mecklenburg wird in Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Güstrow (bis 1695) geteilt. Bis 1695 ist Güstrow Residenzstadt von Mecklenburg-Güstrow.

Seit 1621 tagt der gemeinsame Landtag für die mecklenburgischen Länder abwechselnd in Sternberg und Malchin.

Bei der Landesteilung werden dem Ritterschaftlichen Amt Lübz mehrere Güter der Ämter Goldberg und Plau zugelegt. Die Güter liegen sehr zerstreut von der Gegend bei Parchim bis an den Malchiner See:

Altenhof b/Wendisch-Priborn, Beckendorf b/Lübz, Benthen b/Passow, Klein-Breesen b/Zehna (Rothbeck), Damerow b/Karow (Redewisch, Klein-Poserin), Darze b/Stuer (Käselin), Daschow b/Gallin, Alt-Gaarz b/Vollrathsruhe, Neu-Gaarz b/Jabel (Gaarzer Krug), Glave b/Dobbin, Grambow b/Goldberg, Greven b/Lübz (Lindenbeck), Karow (Hahnenhorst), Klocksin b/Vollrathsruhe (Neu-Klocksin, Neuhof), Neu-Sapshagen b/Molzow, Heller-Mühle b/Vollrathsruhe, Güssow b/Malchow, Kogel b/Malchow (Satow, Satower Hütte, Bruchmühle), Stuer (Stuer-Vorwerk, Zislow), Kuppentin b/Gallin, Lanken b/Rom, Lenschow b/Mestlin, Louisenhof b/Klein-Tessin (Reimershagen), Hof Lütgendorf b/Vollrathsruhe (Kirch-Lütgendorf, Blücherhof), Passow (Charlottenhof), Welzin b/Passow, Penzlin b/Gallin, Neu-Poserin b/Goldberg, Groß-Poserin b/Karow, Wendisch-Priborn, Rogeez b/Stuer, Alt-Sammit b/Krakow, Neu-Sammit b/Krakow (Grüne Jäger), Sophienhof b/Grabowhöfe, Neu-Stuer b/Stuer, Stuersche Hintermühle b/Stuer, Suckow b/Stuer, Suckwitz b/Zehna, Tannenhof b/Lübz, Groß-Tessin b/Klein-Tessin, Klein-Tessin, Tönchow b/Meyenburg (Wunderfeld), Walow b/Malchow (Strietfeld), Woldzegarten b/Leizen, Weisin b/Passow) (Quelle: Raabe).

1627 - 1631
Wallensteins Truppen erobern Mecklenburg, Wallenstein wird dessen Herzog

Die Herzöge Adolf Friedrich und Johann Albrecht ... mussten am 12/27. Mai 1628 das Land räumen; nur ihre Mutter, die energische Herzogin Sophie, wich dem Usurpator nicht, sondern verblieb auf ihrem Witwensitz in Lübz (Quelle: Boll).

1631
König Gustav Adolf von Schweden rückt in Mecklenburg ein

Schwedische Herrschaft in Mecklenburg (Bündnis vom März 1632). Die vertriebenen Herzöge werden durch den Schwedenkönig Gustav Adolf II. wieder eingesetzt.

1633 Der Sophienstift wird gegründet.

1634 Herzogin Sophie verstirbt im November im Alter von 65 Jahren, das Schloß verfällt allmählich.

1635 Die Herzöge brechen den Vertrag mit den Schweden, verbünden sich mit dem Kaiser und treten dem Prager Frieden bei.

1637 - 1640
häufiges Hin-Und-Her zwischen schwedischen und kaiserlichen Truppen in Mecklenburg

1637 Kaiserliche wallonische und kroatische Soldaten unter General Gallas plündern Lübz. Zusätzliche Belastungen durch Einquartierungen und Kontributionen. Lübz ist für fünf Wochen unbewohnt.

Am 23.7/2.8.1637 wurde Parchim von den Wallonen so ausgeplündert, dass dieselben 370 Wagen zur Fortschaffung ihrer Beute bedurften; gleichzeitig betraf die Städte Crivitz und Lübz ein gleiches Schicksal, und letztere blieb darnach 5 Wochen menschenleer (Quelle: Boll).

1640 Das Amt Lübz wird an von Passow und von Barnewitz verpfändet (bis 1752).

1645 Verabschiedung der Gesindeordnung

1648
Ende des dreißigjährigen Krieges: Westfälischer Frieden

Dieser erste große Krieg in Mecklenburg war für die Entwicklung verheerend. Die Einwohnerzahl wurde auf ein Sechstel reduziert (von 300.000 auf 50.000). Die zahlreichen Bauernstellen vor dem Krieg wurden danach nur zu einem Viertel besetzt. Ihren Vorteil zogen daraus die Adligen. Nach dem Krieg, vor allem 1755 und 1806, legten sie viele Bauerndörfer nieder und errichteten dafür Gutshöfe.
Mecklenburg verliert Wismar, Amt Neukloster und die Insel Poel an Schweden (bis 1803).

1648 Großes Feuer in Lübz.

1650 Gründung der Lübzer Schützenzunft.

1654
Gesindeordnung mit Verankerung der Leibeigenschaft

Nach der bereits in Kraft gesetzten Gesindeordnung von 1645 wurde am 14.11.1654 die erneuerte "Gesinde-Tagelöhner-Baur-Schäffer-Tax- und Victualordnung" verabschiedet. Sie festigte die schlimmste Form bäuerlicher Unterdrückung durch die Adligen. Eine Heirat beispielsweise war nur mit Genehmigung des Gutsherren möglich.

1655 - 1660
Schwedisch-Polnischer Krieg

1658 marschieren kaiserliche, brandenburgische und polnische Soldaten (auf Seiten Dänemarks) in Mecklenburg ein und halten den südlichen Teil besetzt. Kriegerische Belastungen wie zur Zeit des 30jährigen Krieges bis zum Frieden von Olivia im Mai 1660.

1660 Große Feuersbrunst in Lübz.

1670 Erster Nachweis des Lübzer Stadtwappens als Sigl "Civitas Leuptz" (Siegel der Stadt Lübz).

1674 - 1675
Brandenburgisch-schwedischer Krieg in Mecklenburg

1682 Gründung der Lübzer Römergilde (zweiter Schützenverein).

"Anno 1698 den 7. April morgens um 1/2 5 Uhr ist unsere liebe Stadt abgebrannt." Dabei gingen auch die Pfarrhäuser wieder in Flammen auf (Quelle: Wilgeroth). Lübz brannte dabei vom Sägemühlentor bis zum Parchimer Tor völlig ab.

1698 Nach dem Tod der letzten Herzogswitwe (1634) verfiel das Schloß immer weiter. Um die nach dem großen Brand zerstörten Gebäude wieder zu errichten, wurden die baufällig gewordenen Gebäude der alten Burg abgerissen. Nur der weiße Turm, der heutige Amtsturm blieb stehen.

1701 Mecklenburg-Schwerin hat knapp 100.000 Einwohner, Mecklenburg-Strelitz 30.000

1700 - 1721
Nordischer Krieg

Plünderungen durch die Kriegsparteien: Schweden gegen Preußen, Dänen, Sachsen und Russen.

1701
Dritte Hauptlandesteilung durch Hamburger Vergleich

Mecklenburg wird in Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz (Herrschaft Stargard und Fürstentum Ratzeburg (vormaliges Bistum) - ohne die gleichnamige Stadt und die Komthurei Mirow) geteilt. Die Erstgeburtserbfolge wird vereinbart.

1703 Große Feuersbrunst in Lübz. Lübz hatte 430 Einwohner.

1711 Beginn der Verschleppungen von Mecklenburgern in die preußische Armee, der Krieg wütet in Mecklenburg, Schwedens norddeutsche Besitzungen werden angegriffen.

1733 / 1735
Gewaltsame Soldatenanwerbung durch Preußen in Mecklenburg

1733 Zur Tilgung von Schulden verpfändet Christian Ludwig acht Ämter an den Kurfürsten von Hannover. Weitere vier Ämter (Eldena, Marnitz, Plau, Wredenhagen) werden an Preußen verpfändet.

1733 Zur Sicherung des Pfandbesitzes nimmt in Lübz eine Schwadron Ziethen-Husaren Quartier (bis 1787).

Um 1750 - 1756 Die letzten Reste des Lübzer Schloßes, die ehemalige Eldenburg, wird abgerissen, nur der heutige Amtsturm bleibt erhalten.

1751 Lübz hat 768 erwachsene Einwohner.

1753
Parallel zum Bauernlegen durch die Adligen begann im Domanium die Ansiedlung von Häuslern und Büdnern auf der Grundlage des Siedlungsediktes des Herzogs Christian Ludwig
18. April 1755
Landesgrundgesetzlicher Erbvergleich

Weitere Verankerung der Leibeigenschaft, Legalisierung des Bauernlegens. Mecklenburg hat zu dieser Zeit 150.000 Einwohner. Der Landesgrundgesetzliche Erbvergleich (LGGEV) von 1755 ist das Ergebnis langwieriger Auseinandersetzungen und Machtkämpfe zwischen den mecklenburgischen Herzögen und den sogenannten Landständen (Ritterschaft und Städte). Dieses mit 25 Artikel und 530 Paragraphen umfangreichste und umfassendste Vertragswerk in der mecklenburgischen Geschichte bildete in der Folgezeit den Rahmen für alle gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in beiden mecklenburgischen Landesteilen und blieb als Grundgesetz der landständischen Verfassung (in Mecklenburg-Schwerin mit kurzer Unterbrechnung 1849/50) bis zur Novemberrevolution 1918 geltendes Recht.

1755 Bildung der "ritterschaftlichen" Ämter.

1756 - 1763
Siebenjähriger Krieg

Preußen besetzt das neutrale Sachsen und kämpft gegen eine Koalition von Österreich, Rußland, Frankreich und Schweden, im Verlaufe des Krieges mehrfache Besetzung Mecklenburgs-Schwerins (erstmalig 1757) durch Preußen, weiterhin Geld- und Naturallieferungen, Zwangsrekrutierungen (insgesamt ca. 4000 Soldaten für die preußische Armee) und Plünderungen. Nach dem Krieg setzt endlich ein begrenzter Aufschwung ein.

1759 Auf den Fundamenten des alten Schlosses wurde das Amtsgebäude errichtet, der noch existierende Turm des Schlosses bekommt den Namen Amtsturm.

1760 Amtssässigkeit von Lübz wird beendet.

1761 Am 13.10.1761 bestätigt Herzog Friedrich der Fromme Lübz das Stadtreglement, das Wappen ist ein gekrönter Stierkopf mit Halsfell und 2 Sternen zur Seite. Lübz hat jetzt einen Bürgermeister und zwei Ratsherren (zuvor 2 Bürgermeister und mehrere Ratsherren).

1771 Bis 1771 gab es in Lübz 2 Pastoren, danach nur noch eine Pastoren- und eine Hilfspredigerstelle. Letzterer war zugleich Rektor an der Stadtschule (bis 1856).

1774 Bau der (ersten) Schleuse und der Schleusenbrücke.

1783 - 84 Eine hölzerne Brücke über die Elde wird gebaut, die Weinbrücke.

1786 Die vier an den König von Preußen verpfändeten Ämter Eldena, Marnitz, Plau und Wredenhagen werden wieder eingelöst und die preußischen Besatzungen in den Städten Parchim, Lübz und Plau ziehen ab.

18. Mai 1792
Auswanderungsverbot nach Amerika für die mecklenburg-schwerinischen Untertanen durch herzogliche Verordnung

1803 Pfandvertrag mit Schweden, Rückgabe von Wismar, Insel Poel und Amt Neukloster an Mecklenburg.

1806
Flucht Blüchers durch Mecklenburg

1806 Plünderungen, Zerstörungen durch die Franzosen. Anfang Novermber marschiert ein napoleonisches Corps unter Marschall Soult durch Lübz, um das preußische Corps unter Marschall Blücher zu verfolgen. Von dem preußischen Corps lagerte ein Infanterie-Regiment am 2.11.1806 in Passow.

1806 - 1813
Franzosenzeit

Beitritt zum napoleonischen Rheinbund 1808, Einquartierungen, Zwangsrekrutierung zum Kampf gegen Rußland 1812: 2100 Mecklenburger (Schwerin: 1700, Strelitz: 400). Weniger als 100 überlebten. 1813 treten beide Mecklenburg aus dem Rheinbund aus.

1812 Die Ämter Lübz und Marnitz werden vereinigt.

1813 - 1815
Befreiungskriege gegen Napoleon

Um 1815 Für die 14 Lübzer Teilnehmer an den Befreiungskriegen wird eine Gedenktafel in der Kirche angebracht.

8. Juni 1815 Die deutsche Bundesakte gestattet durch Artikel 18b die Auswanderung in andere Staaten des Deutschen Bundes

1815
Wiener Kongreß

Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz werden Großherzogtümer und Mitglied des Deutschen Bundes.

1817 Die Lübzer Johannis-Kirche (in der Kreiener Straße) wird abgerissen.

1817 / 1820 Mecklenburg-Schwerin hat 393.000 Einwohner (1820) und Mecklenburg-Strelitz 72.000 (1817)

1820 Eine fahrende Post fährt zweimal in der Woche von Parchim über Lübz, Goldberg und Waren nach Mecklenburg-Strelitz.

18. Januar 1820
Aufhebung der Leibeigenschaft in Mecklenburg mit Wirkung ab Ostern 1821 verkündet

4. April 1822 Verordnung über Separation und Vererbpachtung der Bauernhufen

1822 begannen die Verhandlungen zwischen der Regierung und der Ritterschaft. Ziel war die Regulierung der Verhältnisse zwischen Gutsherren und Bauern, d. h. die Bauern sollten Eigentümer, bzw. Erbpächter des von ihnen bewirtschafteten Landes werden.

1831 Die Lübzer Schützenzunft wird mit der Lübzer Römergilde vereinigt.

1836 Der Ausbau des Elde-Havel-Kanals schließt Lübz an den Schiffahrtsweg an.

1841 Die Fußbotenpost (zweimal in der Woche) zwischen Goldberg und Parchim wird nun über Lübz geleitet.

Das Amt Lübz erhält 1841 vom (aufgelösten, DG) Amt Plau die Ortschaften Dammerow, Ganzlin mit Twietfurt und Dresenower Mühle, Gnevsdorf, Lalchow, Reppentin, Amtsbauhof Plau und Klebe. Die Ortschaften Hof Grabow, Kladrum, Zölkow, Gr.-Niendorf und Runow wurden an das Amt Goldberg abgegeben (1879 diese Ortschaften an das Amt Crivitz) (Quelle: Raabe).

Um 1842: Die Stadt Lübz gehört zu den kleineren und unansehnlicheren Städten des Landes, hat sich jedoch durch einige Begebenheiten Anspruch auf geschichtliche Berücksichtigung erworben. ... Außer der Kirche und dem Amtshause hat die Stadt nichts von Bedeutung; vielmehr ist sie unansehnlich und kleinlich gebaut. Die Kirche ist ihren unzweifelhaften Ursprung aus dem Ende des 14. Jahrhunderts und ist ein einfaches, schlichtes, längliches Viereck, ohne Pfeiler, Säulenstellung, Gewölbe und andere bauliche Merkwürdigkeit. Das Amtshaus, wie wir es auf unserm Bilde sehen, ist mit seiner Geschichte das Merkwürdigste in Lübz. Nach der Einlösung von den von Plessen thaten die Herzoge, wohl in Erinnerung an die frühere Wichtigkeit des Ortes, manches für die Erhaltung der Burg. Von der alten Eldenburg steht längst nichts mehr; jedoch steht das jetzige Amtshaus ohne Zweifel an der Stelle und auf dem Burgwalle der alten Eldenburg an der Elde. Für die Wichtigkeit und Ausdehnung der alten Befestigungswerke zeugen noch zwei große Wallberge von 16 Fuß Höhe, mit niedrigeren Vorburgplätzen, zu beiden Seiten der Elde im Wiesengrunde ungefähr tausend Schritte aufwärts vom Amtshause (Quelle: Lisch).

1842: Lübz an der Elde, welche in drei Armen die Stadt durchfließt, in einem schmalen, zu beiden Seiten des Flusses sich hinziehendem Thale, ..., hat 2 Thore, 7 Straßen, ..., 277 Häuser ... und 1874 Einwohner mit Einschluß von 29 Juden; ist auch Sitz der Ämter Lübz und Marnitz und einer Oberforst (Quelle: Hempel).

1842 Lübz hat 1984 Einwohner, die in 287 Häusern wohnen.

1845 - 1847 Bau der Chaussee nach Parchim.

3. September 1847 Eine großherzogliche Verordnung regelt für Mecklenburg-Schwerin das Verfahren für die Erteilung von Pässen an Auswanderer

1848 / 1849
Bürgerliche Revolution; Verabschiedung des Staatsgrundgesetzes für Mecklenburg-Schwerin

September 1850 Über die junge bürgerliche Verfassung von Mecklenburg wird im ausländischen Brandenburg das Urteil gesprochen. Der "Freienwalder Schiedsspruch" setzt den Landesgrundgesetzlichen Erbvergleich wieder in Kraft (gilt bis 1918).

1850 Das Sägewerk an der Sägemühlenbrücke und angrenzende Häuser brennen ab.

1851
Beginn der Massenauswanderung nach Amerika

Politische, soziale und wirtschaftliche Mißstände verursachten die große Emigrationswelle Ende des 19. Jahrhundert. Von 1853 bis 1908 wanderten fast 120.000 Mecklenburger aus.

1. Juni 1853 Verordnung über den Erwerb und Verlust der Eigenschaft eines mecklenburgischen Untertans

1853 - 1854 Bau einer Chaussee nach Plau.

1855 Lübz hat 2293 Einwohner

15. April 1857 Landesherrliche Verordnung über die Auswanderung nach außereuropäischen Ländern

1858 Das zwischenzeitlich verfallene Sophienstift wurde wiederhergestellt und eingeweiht.

1859 Ludwig Simonis wird Bürgermeister (bis 1890).

1860 - 1862 Bau der Chaussee nach Goldberg.

25. Juni 1867
Verfassung des Norddeutschen Bundes wird auch für beide Mecklenburg verbindlich

Mit der Gründung des Norddeutschen Bundes 1866 begann auch für Mecklenburg ein neues Zeitalter (Beitritt am 21.8.1866). Die Verfassung gewährleistet volle Freizügigkeit innerhalb der Staaten des Norddeutschen Bundes sowie im grenzüberschreitenden Verkehr für alle Bundesangehörigen. Es entfallen die in Mecklenburg bis dahin bestehenden Einschränkungen bei Eheschließungen. Mecklenburg wurde an das norddeutsche Post- und Fernmeldenetz angeschlossen und erhielt einheitliche Maße und Gewichte auf der Grundlage des metrischen Systems und die Banknoten des Bundes. Das mecklenburgische Militär wurde preußischem Kommando unterstellt.

1863 Gründung eines Männer-Turnvereins.

1868
Beide Mecklenburg treten dem Zollverein bei
1870 - 1871
Deutsch-Französischer Krieg unter Beteiligung mecklenburgischer Truppen

1871 Es gibt viele Gefallene aus Lübz und Umgebung. 1885 wird ihnen zu Ehren ein Kriegerdenkmal enthüllt.

1871
Gründung des Deutschen Reiches, Mecklenburg-Schwerin (558.000 Einwohner) und Mecklenburg-Strelitz (97.000 Einwohner) werden Mitgliedstaaten

1873 In Lübz wird ein Kriegerverein gegründet.

1877 Lübz hat 2503 Einwohner.

1877 Gründung einer höheren Mädchenschule in Lübz.

1877 August Krüger, Brauer aus Lübz, kauft ein Grundstück und gründet eine Brauerei. Ende des Jahres gibt es das erste Bier.

1879 Das Amt Goldberg wird aufgehoben. Das Amt Lübz erhält einen Großteil desselben: die Höfe Malchow, Zarchlin, Kl.-Wangelin, Zahren, Medow, Woosten, Zidderich und Steinbeck, die Erbpachthöfe Hagen und Kadow, die Dörfer Plauerhagen, Gallin, Wendisch-Waren, Langhagen, Augzin, Techentin, Below, Sandhof. Zum Amt Marnitz gehören Marnitz, Drenkow, Jarchow, Gr.-Pankow, Porep, Ruhn, Siggelkow, Suckow und Zachow. Das Amt Lübz-Marnitz ist damit das größte Amt im Großherzogtum (Quelle: Raabe 1892). Der Amtssitz wird durch den Neubau eines Seitenflügels vergrößert. Neben dem Domanialamt Lübz - Marnitz gab es noch das Ritterschaftliche Amt Lübz mit über 50 Gütern.

1880 Lübz hat 2647 Einwohner.

1881 Eröffnung einer Sparkasse.

1882 - 1883 Bau des Krankenhauses.

1885 Enthüllung des Kriegerdenkmals.

1885 Der Schloßgraben wird verfüllt.

1885 Lübz erhält einen Bahnanschluß: die Mecklenburgische Südbahn eröffnet die Strecke von Parchim über Lübz weiter nach Karow. Durch den Anschluß an bereits früher gebaute Strecken besteht eine direkte Verbindung von Ludwigslust bis Neubrandenburg.

1889 Bau der Genossenschafts-Dampfmolkerei (Inbetriebnahme 1890, Stillegung 1990), daneben einer Maschinenfabrik für landwirtschaftlichen Bedarf.

1890 Lübz hat 2681 Einwohner.

1890 Rudolf Westphal wird Bürgermeister (bis 1927).

1894 Bau des Elektrizitätswerkes (jetzt Mosterei in der Stiftstraße).

1894 Inbetriebnahme der Zuckerfabrik (Stillegung ab Herbst 1992).

1895 Das Wall-Hotel wird gebaut (Stadtturm).

1895 - 1897 Bau der Chaussee nach Ganzlin.

1897 Reichgesetzliche Regelung des Auswanderungswesens

1898 Gründung der Landwirtschaftlichen Winterschule.

1899 Die Stadt Lübz zählt 431 Häuser mit 798 Haushaltungen und 3098 Einwohnern. Sie hält jährlich 3 Krammärkte, 1 Viehmarkt, 1 Gänsemarkt und monatlich 2 Schweinemärkte.
In der Stadt befinden sich oder auf städtischem Gebiet liegen 1 Pfarrkirche, 1 Bürgerschule, 1 Privatknabenschule, 1 landwirtschaftliche Winterschule, 1 Privattöchterschule, 1 Amtsgericht, 1 ritterschaftliches Polizeiamt, das Domanialamt Lübz-Marnitz, 1 Forstinspektion, 1 Post- und Telegraphenamt II. Klasse, 1 Standesamt, 1 Krankenhaus, das Sophienstift, 1 Armenhaus, 1 Ersparniskasse, 6 Gastwirtschaften, 5 Schenkwirtschaften, 13 Branntweinhandlungen, 1 Genossenschafts-Dampfmolkerei, 1 Zuckerfabrik, 1 Bahnhof, 1 Schützenhaus, 1 Frohnerei, 2 Maschinenfabriken, 2 Dampfsägereien, 1 Schleusenwärterei, 1 Wassermühle, 1 Windmühle, 1 Ziegelei (Quelle: Staatskalender).

1900 Lübz hat 3151 Einwohner.

1903 Der Großherzog Friedrich Franz IV. besucht Lübz.

1903 Neubau des Schützenhauses.

1903 - 1905 Bau der Chaussee nach Granzin.

1904 Bau des Elektrititätswerkes. In Lübz erfolgte eine Neufestlegung von Straßennamen und Hausnummern.

1904 Die Landwirtschaftsschule wird in städtische Verwaltung übernommen.

1905 Die Brauerei Franz Radloff wird in die "Bürgerliches Brauhaus Lübz G.m.b.H." umgewandelt.

1905 Die Stadt Lübz hat 3396, das Domanialamt Lübz 12387 und das Ritterschaftliche Amt 6870 Einwohner.

1905 Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist evangelisch-lutherisch. Außerdem gibt es in Lübz gibt es 4 evangelisch-reformierte und 81 römisch-katholische Glaubensgenossen sowie 8 Israeliten.

1905 - 1907 Bau der Chaussee nach Schlemmin.

1907 Die Firma "Bürgerliches Brauhaus Lübz G.m.b.H." wird in die "Vereinsbrauerei Mecklenburgischer Wirte G.m.b.H." umgewandelt.

1908 Bau der Fähnrichbrücke über den Gerberbach.

1910 Die Stadt Lübz zählt 478 Wohnhäuser mit 987 Haushaltungen und 3396 Einwohnern. Sie hält jährlich 1 Krammarkt, 1 Gänsemarkt und wöchentlich 1 Schweinemarkt.
In der Stadt befinden sich oder auf städtischem Gebiet liegen 1 Pfarrkirche, 1 Bürger- und Volksschule, 1 höhere Privatknabenschule, 1 höhere Privattöchterschule, 1 landwirtschaftliche Winterschule, 1 Amtsgericht, 1 ritterschaftliches Polizeiamt, das Domanialamt Lübz-Marnitz, 1 Forstinspektion, 1 Post- und Telegraphenamt II. Klasse, 1 Standesamt, 1 Krankenhaus mit 20 Betten, das Sophienstift, 1 Armenhaus, 1 städt. Sparkasse, 1 Vorschußverein E.G.m.u.H., 1 städt. Elektrizizätswerk, 8 Gastwirtschaften, 3 Schenkwirtschaften, 12 Branntweinhandlungen, 1 Dampfbrauerei Ges.m.b.H., 1 Dampfmolkerei E.G.m.u.H., 1 Zuckerfabrik, 1 Bahnhof, 1 Schützenhaus, 1 Frohnerei, 3 Maschinenfabriken, 2 Dampfsägereien, 1 Schleusenwärterei, 1 Wassermühle, 1 Windmühle, 1 Ziegelei (Quelle: Staatskalender).

1911 Bau des Kindergartens.

1911 Inbetriebnahme des Neuen Friedhofs.

1911 Am 2. September zerstört ein Großbrand die Häuser an der linken Seite der Hauptstraße zwischen Stiftstraße und Eldeschleuse. Eine "Freiwillige Feuerwehr" wird drei Wochen später gegründet.

1911 Erste Beerdigungen auf dem Neuen Friedhof.

1911 Lübz hat ca. 3600 Einwohner.

Um 1912 Die Brauerei erhält ein Bahnanschlußgleis.

1914 Inbetriebnahme des Wasserwerkes. Gleichzeitig wurden in der Stadt der Wasserturm, ein 72 m tiefer Brunnen, Wasserleitungen und Kanalisation gelegt.

1914 - 1915 Bau der Chaussee nach Benthen.

1. August 1914 - 11. November 1918
Erster Weltkrieg

1918 Aus Lübz und Umgebung fielen im I. Weltkrieg 143 Soldaten (Stadt Lübz: 93). Ihnen zu Ehren wird 1924 im Neuen Teich ein Ehrenhain angelegt.

23.02.1918 Nach dem Freitod des Großherzogs Adolf Friedrichs VI. übernimmt Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schwerin die Regentschaft über beide Mecklenburg.

November 1918
Novemberrevolution

14.11.1918 Abdankung des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin.

1918 / 1919
Gründung der Freistaaten Mecklenburg-Schwerin (1919) und Mecklenburg-Strelitz (1918) als Gliedstaaten in der Weimarer Republik

1921 Die "Vereinsbrauerei Mecklenburgischer Wirte G.m.b.H. zu Lübz" wird in eine Aktiengesellschaft "Vereinsbrauerei Mecklenburgischer Wirte Aktiengesellschaft zu Lübz" umgewandelt.

1922 Bau der katholischen Kirche in der Kreiener Straße anstelle einer abgebrannten Scheune.

1924 Lübz hat 3839 Einwohner.

1924 Der Ehrenhain im Neuen Teich zum Gedenken an die Toten des I. Weltkrieges wird eingeweiht.

1925
Mecklenburg-Schwerin hat 674.000 Einwohner, Mecklenburg-Strelitz 110.000

1926 Nachdem 1925 eine Neueinteilung der Ämter im Freistaat Mecklenburg-Schwerin beschlossen war, wurde das Amt Lübz-Marnitz aufgelöst und die früheren Ortschaften des Amtes an das neue Amt Parchim angegliedert.

1927 Dr. Hans Düwel wird Bürgermeister (bis 1933). Er löst den seit 1890 amtierenden R. Westphal ab.

1927 Bau der Chaussee nach Burow.

1927 - 1930 Begradigung der Oberelde und Neubau der Eldeschleuse. Dabei wird das Schleusenbecken elbaufwärts verlegt.

1928 Die Weinbrücke wird abgerissen.

1928 - 1929 Bau der Turnhalle am Sportplatz.

1930 Die Stadt Lübz kauft das Amtsgebäude und baut es zum Rathaus aus.

1930 Die Verbindung zwischen Elde und Mühlenstrom wird geschlossen (am Rosengarten).

1931 Das alte Rathaus an der Eldeschleuse wird zur Sparkasse.

1932 Wahlsieg der NSDAP in Mecklenburg-Schwerin, in Mecklenburg-Strelitz bildet sie eine Koalitionsregierung mit den Deutschnationalen.

1933 Friedrich Hildebrandt wird zum Reichsstatthalter für Mecklenburg und Lübeck ernannt.

1933
Beide Mecklenburg haben 805.000 Einwohner

1933 Im Zuge einer Verwaltungsreform wird die Selbstverwaltung der Ämter aufgehoben, Ämter werden durch Kreise ersetzt.

1933 Lehrer Carl Baarß wird als kommissarischer Bürgermeister eingesetzt. Er löst Dr. Düwel ab.

1.1.1934
Vereinigung beider Freistaaten Mecklenburgs zum Gau Mecklenburg (entsprechend Landtagsbeschluß vom 13.10.1933)

1934 Lübz hat 4312 Einwohner

1934 Bau des Lübzer Hafens (neues großes Hafenbecken) mit Bahnanschluß.

1936 Die städtische Badeanstalt wird eröffnet.

1.9.1939 - 8.5.1945
Zweiter Weltkrieg

1945 In den letzten Kriegstagen fallen drei Bomben auf Lübz.

1945 Am Abend des 2. Mai besetzen amerikanische Truppen Lübz. Es heißt, sie sind durch den Lehrer Carl Köppen und Brauereidirektor Heinz Ludewig mit weißen Fahnen am Stadtrand empfangen worden.

1945 Am 3. Mai ziehen Truppen der Roten Armee aus Plau und Kreien kommend in Lübz ein, nachdem die Amerikaner die Stadt wieder verlassen haben.

Mai 1945 Paul Koch wird Bürgermeister (bis Juli 1945).

Juli 1945 Paul Graepp wird Bürgermeister (bis Dezember 1950).

1945
Bildung des Landes Mecklenburg-Vorpommern auf Beschluß der Alliierten
5. September 1945
Verordnung über die Bodenreform im Land Mecklenburg-Vorpommern

Großgrundbesitzer mit mehr als 100 ha Nutzfläche werden enteignet.

1946
Mecklenburg hat 2.139.000 Einwohner

1946 Nachdem Ende 1945 der Lehrbetrieb wieder aufgenommen wurde, wird die "Landwirtschaftliche Winterschule" in "Landwirtschaftsschule" umbenannt.

1947
Mecklenburg-Vorpommern heißt auf Anordnung der Besatzungsmacht nur noch Mecklenburg

1947 In der Grundschule II in der Schulstraße (der früheren Volksschule) wird eine Abiturklasse als "Teiloberschule Lübz" eingerichtet, die das Abitur aber 4 Jahre später in Parchim ablegt. Die 9. Klasse des nächsten Jahres legt dann auch das Abitur in Lübz ab. 1949 wird die "Teiloberschule Lübz" in "Oberschule im Aufbau" umbenannt (bis 1951).
Weiterhin gab es in Lübz noch die Grundschule I (die frühere Mittelschule) im Gildegartenweg.

1949 Die Brauerei produziert wieder Bier.

7.10.1949
Gründung der DDR, 11.10.: Wilhelm Pieck wird Staatspräsident (bis 1960), 12.10.: Otto Grotewohl wird Ministerpräsident (bis 1964)
1949
Mecklenburg wird Land der DDR

1949 Die "Landwirtschaftsschule" wird zur "Fachschule für Landwirtschaft" umbenannt.

1950 Die Berufsschule Lübz zieht in das Gebäude der ehemaligen Mittelschule am Gildegartenweg ein. Berufsschulunterricht gab es seit Herbst 1945

Januar 1951 Reinhold Ihde wird Bürgermeister (bis Juli 1952).

1951 Der Komplex in der Grevener Straße wird als Schule genutzt. Ab 1952 unter der Bezeichnung "Zentralschule Lübz". Die Schule in der Schulstraße hieß "Grund- und Oberschule Lübz" (bis zur Abtrennung der Oberschule).

9. - 12. Juli 1952 II. Parteikonferenz der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) in Berlin beschließt den planmäßigen Aufbau des Sozialismus in der Deutschen Demokratischen Republik.

1. August 1952
wird das Land Mecklenburg in die Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg aufgeteilt (Beschluß des Landtags vom 25.7.1952)

August 1952 Otto Meyer wird Bürgermeister (bis November 1953).

1952 Die "Oberschule im Aufbau" wird umbenannt in "Oberschule Lübz". Das Kurhaus am Neuen Teich wird als Internat genutzt.

Januar 1953 Kreisgebiets- und Verwaltungsreform: Neuaufteilung der Kreise, die Nachbarstädte Parchim, Lübz und Sternberg werden Kreisstädte.

1953 Der Rat des Kreises Lübz wird im Amtshaus untergebracht.

17.6.1953 Arbeiteraufstand in der DDR.

1953 Die Oberschule zieht von der Schulstraße zum Kurhaus im Neuen Teich. Neben dem Kurhaus werden eine Schul- und eine Internatsbaracke errichtet.

November 1953 Heinz Anter wird Bürgermeister (bis August 1955).

September 1955 Otto Meyer wird Bürgermeister (bis Januar 1959).

1955 Aus der Grundschule in der Schulstraße wird eine Mittelschule.

1957 Schließung der "Fachschule für Landwirtschaft".

1957 Die "Zentralschule" in der Grevener Straße wird ebenfalls zur "Mittelschule".

1958 Gründung der LPG Typ III "1. Mai".

Februar 1959 Herbert Schulz wird Bürgermeister (bis Mai 1965).

1959 Die "Oberschule Lübz" wird in "Erweiterte Oberschule Lübz" umbenannt. Die bisherigen "Mittelschulen" werden "Oberschulen". Unter den Namen O I (Schulstraße) und O II (Grevener Straße) sind die beiden Schulen lange bekannt. 1965 kommt die O III, die "Willi-Bredel-Oberschule", hinzu.

1960 Gründung der LPGn Typ I "Kronsberg" und "Am Großen Weg".

12.9.1960 Walter Ulbricht wird Staatsratsvorsitzender (bis 1973).

13.8.1961 Bau der Berliner Mauer.

60 Jahre Das Neubaugebiet mit Kinotheater (Einweihung 1960) und die O III (Willi Bredel Oberschule) entsteht.

1962 Die beiden LPGn Typ I vereinigen sich zur LPG "Neuer Weg".

1962 Lübz hat 6872 Einwohner

1964 Ruhrepidemie im Kreis Lübz.

1965 Ruthen wird nach Lübz eingemeindet.

1965 Die "Willi Bredel Oberschule" wird eröffnet.

September 1965 Werner Kiepert wird Bürgermeister (bis Juni 1984).

1967 Das "Lübzator" wird produziert.

1969 Die Lübzer Brauerei wird dem "VEB Getränkekombinat Schwerin" angeschlossen.

1972 Die LPG "Neuer Weg" (Typ I) schließt sich der LPG "1. Mai" (Typ III) an.

1973 Neubau des Schützenhauses.

1974/75 In der Schützenstraße (damals Werner-Seelenbinder-Straße) entsteht ein Doppelschulneubau, die Karl-Marx-Oberschule (die O II zieht im Februar 75 ein) und die Friedrich-Engels-Oberschule (die O I zieht im September 74 ein).

1976 Die beiden Ruthener LPGn "Völkerfreundschaft" (Typ III) und "Am Weinberg" (Typ I) schließen sich der LPG "1. Mai" an.

1976 Das Stadtmuseum im Amtsturm wird eröffnet (komplette Fertigstellung 1984).

1976 Lübzer Bier wird in Tanklastzügen in die BRD exportiert, ein Jahr später werden auch Flaschen exportiert.

1977 Der EOS am Neuen Teich wird der Name "Juri Gagarin" verliehen (bis 1982).

1978 Hubert Getzin wird Brauereidirektor.

1978 Bobzin und Riederfelde werden nach Lübz eingemeindet.

1978/79 Der Jahrhundertwinter macht auch im Kreis Lübz Verkehrswege unpassierbar.

1979 Umgestaltung des Kinotheaters in ein Klubkino.

1980 Das Planetarium wird eröffnet.

1980 Der Park um den Amtsturm wird gestaltet.

1982 Die EOS Lübz wird als selbständige Schule aufgelöst, sie zieht aus den Gebäuden beim Neuen Teich aus. Bis 1990 wird das Abitur abgelegt in der "Polytechnischen Oberschule mit Abiturteil "Friedrich Engels".

Juni 1984 Rudolf Mecha wird Bürgermeister.

1984 Das Mineralwollewerk wird gebaut, erster Abstich 1987.

1985 Der Lübzer Bahnhof wird 100 Jahre alt.

1987 Die 1936 gegründete Badeanstalt wird Wasserwanderrastplatz (heute Stadtmarina).

9. November 1989
Fall der Mauer.

1990 Aus der "VEB Brauerei Lübz" wird die "Mecklenburgische Brauerei Lübz GmbH".

1990 Herr Dzyak (FDP) wird Bürgermeister.

1990 - 1991 Das Abitur wird in Lübz an der "Erweiterten Oberschule Lübz" abgelegt.

3. Oktober 1990
Wiedervereinigung Deutschlands; Neukonstituierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

1990 Stillegung der Molkerei.

1991 Die Lübzer Brauerei wird Tochter der Holsten-Brauerei AG .

1991 Eine neue Verwaltungsstruktur, das Amt Ture, wird geschaffen. Ihm gehören die Gemeinden Broock, Gallin, Gischow, Granzin, Karbow-Vietlübbe, Kreien, Kritzow, Kuppentin, Lutheran, Passow, Wahlstorf und Werder an.

1991 Das "Gymnasium Lübz" ist in der ehemaligen "Willi Bredel Oberschule" (Thomas-Mann-Straße) untergebracht.

1991 Baubeginn im Gewerbegebiet an der Werder Chaussee.

1991 Gudrun Stein wird Bürgermeister.

1992 Die Gemeinde Herzberg kommt zum Amt Ture.

1992 Fertigstellung der Tankstelle an der Plauer Chaussee .

1992 Baubeginn am Einkaufszentrum an der Umgehungsstraße.

1992 Der Grundschulneubau mit Musikschule und dem Schulkomplex wird in der Schützenstraße eingeweiht.

1992 Werbespruch der Lübzer Brauerei: "Ein Land zum Leben. Lübzer Pils. Was will man mehr."

1992 Einweihung der Weinbrücke.

1992 Stillegung der Zuckerfabrik beginnt.

1992 Die "hareico"-Fleischwarenfabrik beginnt mit der Produktion.

1993 Das biologische Klärwerk an der Straße nach Gischow wird in Betrieb genommen.

1993 Die "Vereinigte Dämmstoffwerke Lübz" nehmen die Produktion wieder auf (zuvor 1990 als Mineralwollewerk stillgelegt).

1994 Die Lernbehindertenschule am Neuen Teich wird eröffnet.

1994 Kreisgebietsreform im Land Mecklenburg-Vorpommern.

1995 Die Neugestaltung des Marktplatzes wird abgeschlossen.

1996 Der Gedenkstein für den früheren Bürgermeister Westphal wird eingeweiht.

1997 Die Sägemühlenbrücke wird restauriert.

1999 Das ehemalige Amtshaus wird als Bürgerhaus eingeweiht.

2000 Das westliche Ende der Parchimer Straße wird in Eisenbeissstraße umbenannt

2000 Werbespruch der Lübzer Brauerei: "Zeit für Lübzer"

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Quellen:

  • Die Zusammenstellung der Ereignisse zur Mecklenburger Geschichte ist der Website www.eMecklenburg.de/Mestlin entnommen;
  • Diverse Zeitungsartikel aus: "Lübzer Wochenblatt", "Mecklenburger Bote", "Norddeutsche Post", "Allgemeiner und Parchim-Lübzer Anzeiger", "Schweriner Volkszeitung", "Eldespiegel", "Lübzer Kreisspiegel", "Mecklenburg Magazin".
  • Diverse Materialien des Landeshauptarchives Schwerin
  • Ausstellungen des Stadtmuseums Lübz
  • Verschiedene Festschriften umliegender Gemeinden (Bobzin 1985, Passow 1999, Karbow-Vietlübbe 1999, Welzin 1998, Werder 1999)
  • Jahrbuch des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Vaterlandskunde, verschiedene Jahrgänge
  • Mecklenburgisches Urkundenbuch, verschiedene Bände
  • Herzogl. (später Großherzogl.) Mecklenburg-Schwerinscher Staatskalender. verschiedene Jahrgänge
  • Autorenkollektiv: Regionale geschichtliche Beiträge aus dem Bezirk Schwerin, Schwerin 1988
  • Autorenkollektiv: Heimatbuch 1969 - Kreis Lübz, Lübz 1969
  • Bentzien U., Neumann, S. (Herausgeber): Mecklenburgische Volkskunde, Rostock 1988
  • Beyer C.: Die Nonnen von Dobbertin, Schwerin 1907
  • Beyer C.: Die alte Herzogin
  • Boldt K.: Geschichte der Stadt Lübz, Magdeburg 1934
  • Boll E.: Geschichte Mecklenburgs, Neubrandenburg 1855 und 1856
  • Borchardt E. und J.: Mecklenburgs Herzöge, Schwerin 1991
  • Brockmann G. u. a.: Lübz - Beiträge zur Geschichte der Stadt, Lübz 1989
  • Daebel I. und M.: Grotvadder vertellt von anno dunntaumaln - Geschichten aus Lübz und Umgebung, Lübz 1994
  • Grewolls G.: Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern
  • Holm H.: Mecklenburgische Schulen und Schulmeister des 17. und 18. Jahrhunderts (3 Bände)
  • Karge W., Münch, E., Schmied, H.: Die Geschichte Mecklenburgs, Rostock 1993
  • Keuthe B.: Sehenswürdigkeiten der Region Parchim-Lübz in Mecklenburg, Parchim 1994
  • Kintzel W.: Lübzer Chronik 1308 - 1945, Lübz o. J.
  • Kintzel W.: Stadt Lübz und Amt Ture im historischen Spiegel des Jahres, Lübz 2000
  • Klaiber J. u. a.: 50 Jahre Abiturausbildung in Lübz, Lübz 1999
  • Schlie F.: Kunst- und Geschichtsdenkmäler des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin, Bände III und IV, Schwerin 1901
  • Stutz R.: Brauen in Mecklenburg, Rostock 2002
  • Willgeroth W.: Die Mecklenburg-Schwerinschen Pfarren seit dem dreißigjährigen Kriege, Wismar 1924

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